Tilly-Lahnstein-Schule

Die Inhalte und Ziele der „Sonderberufsfachschule berufsvorbereitend“ richten sich nach den Grundlagen einer Schulart, die Baden-Württemberg neu einführt: das Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB). Schwerpunkte sind die Verzahnung von Theorie und Praxis und eine hohe Individualisierung des Lernens. Grundprinzip ist praktisches Lernen in einem Kontext von Arbeit. Die Schüler erfahren berufliche Orientierung und werden auf Arbeit vorbereitet.


Inhalte

Zu Beginn eines Schuljahres werden die Stärken der Schüler erhoben. Die Kompetenzanalyse Profil AC lässt die Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers erkennen. Neben rechnerischen, sprachlichen und handwerklichen Kompetenzen rücken auch soziale Fähigkeiten in den Mittelpunkt. Die Ergebnisse sind Grundlage für die fortlaufende Förderplanung des einzelnen Schülers. Individuelle Ziele werden gemeinsam vereinbart und die Verwirklichung wird beobachtet. Der individuelle Bedarf an Förderung wird erhoben und realisiert.

Die Themen des Unterrichts haben einen hohen Bezug zur Lebens- und Arbeitswelt und werden überwiegend in Projekten vermittelt. Zum Beispiel:  Wie erstelle ich Bewerbungsunterlagen? Wie führe ich ein Bewerbungsgespräch? Wie bereite ich mich auf ein Praktikum vor? Wie gehe ich mit Geld um?

Für Jugendliche, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, gibt es „Deutsch als Fremdsprache“. Bei einer fortschreitenden Sehbehinderung, die zur Erblindung führen kann, kommt dem Erlernen der Brailleschrift/Blindenschrift besondere Bedeutung zu.


Praktische Unterweisungen

  • Hauswirtschaft
  • Gartenbau
  • Handwerk, z.B. Holztechnik
  • Metalltechnik
  • Gebäude- und Umwelttechnik
  • EDV-Anwendungen
  • Büromanagement
  • Sozialpflege

Praktika

Im Verlauf des Jahres finden mehrere Praktika statt, extern und in den Betrieben und Werkstätten der Nikolauspflege.


Zugangsvoraussetzungen

  • Alle allgemeinen Schulabschlüsse
  • Abgangszeugnis einer allgemeinen Schule
  • Abschluss einer Förderschule / Schule für Lernbehinderte

Zielgruppe

Schüler, die

  • eine berufliche Orientierung benötigen und Berufsreife erlangen wollen
  • ihr Allgemeinwissen vertiefen und erweitern wollen
  • sich auf die Arbeit z.B. in einer Werkstatt für behinderte Menschen vorbereiten wollen
  • evtl. einen Hauptschulabschluss erreichen können

Abschluss

Wer am Zusatzunterricht in Deutsch, Mathematik und evtl. Englisch teilnimmt, erhält einen dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Qualifikations-nachweis, wenn die Prüfungen erfolgreich abgelegt werden.

Abschluss des Vorqualifizierungsjahres Arbeit und Beruf ohne zentrale Abschlussprüfung.

Zertifikate berufspraktischer und theoretischer Fähigkeiten und Kenntnisse.


Anschlussmöglichkeiten

  • Beginn einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB)
  • Start in eine Ausbildung
  • Besuch einer Berufsfachschule
  • Besuch des berufsbildenden Bereichs einer Werkstatt für behinderte Menschen

Dauer

1 oder 2 Jahre


Finanzierung

Eingliederungshilfe der einzelnen Landratsämter oder Stadtkreise